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Was ist der Landesaktionsplan?

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Pertra Köpping
Petra Köpping, Sächsische Staatministerin für Gleichstellung und Integration 

in einem weltoffenen Sachsen sollen alle Menschen gleichberechtigt leben - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und gesellschaftlichen Identität. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgeschlechtliche, Transgender, Intersexuelle und queere Menschen (LSBTTIQ) gehören zur Lebenswirklichkeit in Sachsen. Doch nach wie vor gibt es Berührungsängste, Vorurteile, und Diskriminierungen - bis hin zu Fällen von hassmotivierter Gewalt. Es ist die Aufgabe des ganzen Landes und aller gesellschaftlicher Gruppen, dieser ungerechtfertigten Ausgrenzung entgegenzutreten und ein Klima gegenseitiger Akzeptanz zu schaffen.

Akzeptanz kann jedoch nicht verordnet, sondern muss gelebt werden! Mit dem »Aktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen« stellt die Sächsische Staatsregierung die Weichen für den gezielten Abbau von Diskriminierung.

Ich wünsche mir, dass die Umsetzung dieses Aktionsplans sich als Prozess gestaltet, der in viele Bereiche unserer Gesellschaft Eingang findet. Und ich appelliere vor allem an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, in Ihrem Alltag Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten und für Vielfalt, Respekt und Toleranz einzustehen.

Ihre Petra Köpping
Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Was ist der Landesaktionsplan?

Hände halten Herz mit der Inschrift Vielfalt

Der Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen ist eine Initiative der Sächsischen Staatsregierung unter der Federführung des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMS/GI).

Der LAP fördert Projekte, die dazu beitragen, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung – gleichberechtigt in einem weltoffenen Sachsen leben können.

Er wendet sich nicht nur an die eingeschränkte Klientel der LSBTTIQ-Community, sondern richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürgern in Sachsen. Durch eigene Initiative können die Kommunen, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Vereine, Verbände, Parteien und Selbstorganisationen selbst mitwirken. 

Die Förderung erfolgt über die Richtlinie Chancengleichheit.

Die Ziele des Landesaktionsplan

Mithilfe des LAP soll ein Klima gegenseitiger Akzeptanz geschafften werden. Das ist eine Aufgabe des ganzen Landes und aller gesellschaftlichen Gruppen.

Konkrete Ziele der Projektförderung sind

  • die Durchsetzung einer gleichberechtigten Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft,
  • die Bekämpfung von Homo- und Transphobie,
  • der Abbau und Vermeidung von geschlechtsbezogener Benachteiligung,
  • die Stärkung individueller Fähigkeiten und Kompetenzen von LSBTTIQ,
  • die Unterstützung von Beratungs- und Betreuungsangeboten, Selbsthilfegruppen und Netzwerken
  • Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung.

Wegbereiter des Landesaktionsplan in Sachsen

Der Auftrag für den Aktionsplan wurde 2014 im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD verankert.

Die Grundlage für den LAP wurde dann im November 2015 gelegt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung aus allen Regionen Sachsens in Dresden fanden sich zu insgesamt vier Beteiligungsworkshops zusammen. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden Ideen und Vorschläge, die zu wesentlichen Teilen in die Ziele und Maßnahmen des Aktionsplans aufgenommen wurden.

Zum 01.01.2016 trat die erweiterte Richtlinie zur Förderung von Chancengleichheit in Kraft. Diese regelt die Umsetzung des Landesaktionsplans.

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